Autor Thema: Gaststube zum ruhenden Stift  (Gelesen 3163 mal)

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Offline Saga

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #75 am: Februar 19, 2011, 10:25:12 Vormittag »
Ohja Mila Superstar war klasse. *lächel*
Aber beeinflusst hat es mich nicht, dazu ist mir einfach zu wenig in der Animeserie passiert (abgesehen vom Zickenkrieg der da herrschte).
Man merkt erst, wie wertvoll etwas ist, wenn man es nicht mehr besitzt.

Offline Ryoki

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #76 am: März 28, 2011, 12:23:33 Vormittag »
*lacht* Nein, das kann ich von mir nicht behaupten. Wenn man nämlich mal darauf achtet, dann findet man in einigen Animes schon wirklich interessante Ansätze, sowohl storytechnisch, als auch im Bezug auf Charaktere. Ich glaub selbst wenn ich es wollte, könnte ich mich in zumindest in meinem Charakterdesign nicht mehr von den Einflüssen aus Animes lossagen.

Aber was mich gerade interessiert, ist nicht die Motivation, sondern die Umsetzung. Ganz im Speziellen die Perspektive. Wie halten Sie es so? Ich Perspektive? Oder dann doch lieber aus der Sicht des Protagonisten in der dritten Person? Oder vielleicht eher aus der Sicht eines Außenstehenden, der vielleicht sogar allwissend ist? Oder sogar ein Mischmasch aus allen Perspektiven, die man so kennt?
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Offline Becky

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #77 am: März 28, 2011, 04:01:22 Nachmittag »
Das ist bei mir immer unterschiedlich. Bei längeren Storys schreibe ich gerne aus der Ich-Perspektive, weil die Gefühle des Protagonisten dann besser zur Geltung kommen, aber bei Kurzgeschichten kann es auch mal die dritte Person sein... also eindeutig kann ich Ihre Frage nicht beantworten. Wie sieht es mit Ihnen aus? *in die Runde schau*

Offline Saga

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #78 am: März 28, 2011, 04:34:27 Nachmittag »
Also bei mir ist es meist die Ich- Perspektive. Aber wie Becky schon sagte, kann es ab und zu auch mal die dritte Person bei kürzeren Geschichten werden. Jedoch bevorzuge ich wirklich die Ich- Perspektive, weil ich dann seltsamer Weise auch mehr Bezug zu der Handlung habe und mich nicht so auf Distanz fühle. *lächel*
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Offline Ryoki

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #79 am: April 01, 2011, 10:18:41 Vormittag »
Ich bin mir da noch nicht so sicher. *nachdenklich übers Kinn streich*
Die Ich-Perspektive bringt mir zu viele erzähltechnische Einschränkungen mit, da man im Grunde ja nur erfährt, was der Protagonist auch weiß. Und zumindest hab ich das Gefühl, das dies manchmal durchaus zu wenig sein kann.
Bei einer beliebigen Perspektive der dritten Person ist das dann schon ein wenig einfacher. Oder hab ich da bis jetzt irgendwas übersehen? *nachdenklich guck*
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Offline Saga

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #80 am: April 01, 2011, 07:44:40 Nachmittag »
Sicherlich ist die dritte Person einfacher. Je nachdem, welche Art man da wählt. Also eben ob allwissend oder nicht =). Aber es ist ja auch möglich, innerhalb einer Geschichte die Perspektiven zu wechseln. Was halten sie davon? *lächel*
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Offline Becky

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #81 am: April 01, 2011, 10:20:11 Nachmittag »
Das halte ich für schwierig, zumindest habe ich bisher noch nicht erlebt, dass das tatsächlich gelungen ist. Das wird den Leser wahrscheinlich sehr verwirren... *grübel*

Offline Ryoki

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #82 am: April 01, 2011, 10:52:55 Nachmittag »
Erst ich dann er? Nur in Ausnahmefällen mit klarer Trennung von Ich und Er durch z.B. ein komplett neues Kapitel. Ich kann es gar nicht leiden, wenn zuerst in der Ich Perspektive geschrieben wird und im nächsten Absatz dann plötzlich ein "er" auftritt. Das ist für mich schlechter Stil. *lach* Abgesehen davon sind Perspektiven Wechsel immer so eine Sache. Schließlich muss da irgendwie eine Struktur rein. Die Wechsel müssen so eingebaut werden, dass der Leser sie gerne liest. Wenn die jetzt also einfach nur total zufällig nach Gutdünken des Autors eingebaut werden, dann wird der Leser das merken und ihm den Vogel zeigen. *hust* Zumindest hab ich das schon öfters mal getan. *hust*

*räusper* Jedenfalls ist mein eigentliches Problem ja immer noch wie ich es schaffe, wenn ich in der Ego Perspektive schreibe, dem Leser Informationen zukommen zu lassen, die der Protagonist aber nicht erfahren soll. Bis jetzt sehe ich da zwei Möglichkeiten. Einmal immer wieder mal kurze Passagen aus der Perspektive der dritten Person zu schreiben, was ich, aber wie bereits sagte, zum schlechten Stil zähle. Und die andere wäre zwei oder drei größere Zwischenspiele in die Senkungen des Spannungsbogens einzubauen, was ich als sehr viel eleganter, aber auch sehr viel schwieriger abzupassen emfinde.
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Offline Becky

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #83 am: April 02, 2011, 11:37:26 Vormittag »
Und wenn Sie versuchen, aus Ego-Perspektive eines anderen Charakters zu schreiben? Das wäre kein allzu großer Stilbruch, es müsste nur deutlich genug sein, dass z.B. für ein Kapitel jemand anderes erzählt.

Offline Saga

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #84 am: April 02, 2011, 07:49:37 Nachmittag »
Ich meinte den Perspektivenwechsel auch auf die verschiedenen Kapitel bezogen. Sonst verwirrt es sicherlich sehr.
Leider wird Ihnen nicht viel anderes übrig bleiben, wenn sie den Leser etwas wissen lassen wollen, dass der Protagonist nicht wissen kann / soll. Oder sie trennen das Ganze bildlich ab mit, zum Beispiel, Kursivschrift oder farbiger Änderung. Was allerdings auch nicht sehr viel eleganter wäre.
Aber sehr viel anderes wird es da nicht geben, schätze ich.
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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #85 am: April 04, 2011, 09:07:00 Nachmittag »
Ich persönlich habe meine Schreiberei mit der Erzählerperspektive angefangen und sie funktionierte. Dann bin ich zu der Ich - Geschichte übergesprungen und komme davon - leider - nicht mehr weg. Ich habe bereits mehrmals versucht, wieder in die andere Perspektive überzuschwenken, aber das gibt dann nach mindestens zehn Seiten einfach keinen Sinn mehr... Also bleibe ich lieber bei dem Ich und füge, wenn es wirklich sein muss oder eine Spannung aufgebaut werden soll, einen kurzen Abschnitt in der Erzählperspektive, die ich dann aber deutlich zusehen, entweder mit Zeichen oder in einer anderen Schrift - oder kursiv -, abgrenze.

Jedoch, wenn man so darüber nachdenkt... es würde sicher ein sehr schweres aber interessanten Projekt sein, eine Geschichte zu verfassen, in der sowohl die IchErzählung als auch diese Erzählerperspektive vorkommt. Die Geschichte wirkt somit sehr verwirrend und der Leser, der diesen verwirrenden Text durchlesen konnte, wird am Ende eine Auflösung haben und mit einem Lächeln in die Welt schauen, wie einfach und doch wie kompliziert eine Geschichte aufgebaut werden kann...Beispielsweise in einem Krimi kann ich mir so etwas vorstellen. Aber ich denke, bisher haben sich nur wenige an so etwas herangetraut - wenn überhaupt...
ich neige zu sehr eigenartigen Ideen und Vorschlägen *lächel*
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Offline Saga

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #86 am: April 04, 2011, 10:01:35 Nachmittag »
Zitat
Ich persönlich habe meine Schreiberei mit der Erzählerperspektive angefangen und sie funktionierte. Dann bin ich zu der Ich - Geschichte übergesprungen und komme davon - leider - nicht mehr weg. Ich habe bereits mehrmals versucht, wieder in die andere Perspektive überzuschwenken, aber das gibt dann nach mindestens zehn Seiten einfach keinen Sinn mehr
Das geht mir genauso! *lächel*

Zitat
Beispielsweise in einem Krimi kann ich mir so etwas vorstellen. Aber ich denke, bisher haben sich nur wenige an so etwas herangetraut - wenn überhaupt...
Ich kenne bis jetzt nur einen, der es gemacht hat. Aber der konnte es perfekt akzentuieren und es fügte sich auch erst später alles zusammen. Da denkt man am Ende des Buches: "Mensch war ich doof. Das ist doch logisch." Aber ich glaube, dafür muss man ein Händchen haben.
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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #87 am: April 09, 2011, 11:36:03 Vormittag »
*An Becky wend*
Gleich mehrere Kapitel mit der Ich-Perspektive aus der Sicht verschiedener Personen? Uff... Nein das will ich meinem Leser nicht antun. Das ist meiner Meinung nach noch verwirrender als der Wechsel zur dritten Person.

*zu Saga*
Da haben Sie allerdings Recht. Grafische Kennzeichnung neuer Abschnitte mit Farbe ist definitiv nicht elegant. Zumindest nicht für meine Begriffe. Die Kursivschrifft nutze ich schon für eingeschobene Gedanken und mehr als das möchte ich mit Änderungen der Schrift auch nicht kennzeichnen.


Einen Weg habe ich allerdings noch gefunden. Jedoch muss ich erst mal schauen, ob ich mich damit anfreunden kann. Und zwar die Ich-Perspektive aus der Sicht des erzählenden Protagonisten, der die Geschichte z.B. seinen Enkelkindern erzählt. *lach*
Dann ganz frei nach dem Motto "Hätte ich damals schon gewusst, dass mir meine Frau die Wahrheit gesagt hat, wäre alles anders gekommen."
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Offline Saga

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Re: Gaststube zum ruhenden Stift
« Antwort #88 am: April 09, 2011, 11:58:34 Vormittag »
Klingt interessant *lächel*. Irgendwie bekomme ich bei so einer Vorstellung (der des Opas mit den Enkelkindern) immer ein Gefühl von Geborgenheit. Ich hätte gerne eine Oma oder einen Opa gehabt, der mir ständig neue Fantasiewelten eröffnet. *lach*
Ich bin gespannt, was Sie daraus machen, halten Sie mich auf dem Laufenden ob es funktioniert.
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