Grüne Halme stecken zögernd, plattgedrückt vom hohen Schnee,
Ihre Spitzen in die Höhe, alte Gräser, Moose, Klee.
Könn’s nicht fassen, was sie sehen, Sonne ins Gesicht ihn’n scheint,
Während auf den weißen Straßen alter Schnee in Gullis weint.
Weiße Sonne, blauer Himmel, erste Strahlen, hell und klar.
Am Himmel ungewohnte Weiten, breiten aus sich wunderbar.
Rote Dächer in der Sonne, leuchtend fröhlich, sauber, neu,
In den Ställen, in der Kälte dampfend steht der Pferde Heu.
Ach wie schön, die erste Stunde, ohne Jacke rauszugeh’n,
Kalter Wind durch Pullis pfeifend, beinahe gar nicht auszusteh’n.
Geschloss’ne Augen, wohlig grinsend, Gesicht der Sonne hingestreckt,
Denn endgültig sind nun Frühlingsträume wieder aufgeweckt.
Monate hab’n sie geschlummert, ungestört vor Weihnachtshast,
Doch mit dem Neuhjahrsmorgen hat die Sonn beendet ihre Rast.
Hoffnung bringend kommen Träume, ungeahnt aus tiefster Brust,
Wecken in dir wohl’ge Freude, wecken in dir frohe Lust.
Befedern Schritte, beflügeln Gedanken, brechen auf die alten Schranken,
lassen neue ungewohnte Träume in dir reifen, in dir ranken.
Ungespürtes Leben dringt durch Poren, bringt dir Wonne,
Alles das veranlasst durch die liebe, gute Neujahrssonne.
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