Okay, auf ein neues.
Mit dieser Geschichte bin ich, glaube ich, am allerwenigsten zufrieden. Wahrscheinlich weil sie einfach zu banal ist- oder? Stimmt zu oder sprecht dagegen 
Inspiration: Meine Mitmenschen.
Link zum Diskussionsthread: http://www.weg-des-stifts.de/smf/der-diskussionthread/die-gluckliche-519/Aber ist sie wirklich glücklich? Wenn die Dinge gar nicht so perfekt sind, wie sie scheinen und man weiß nicht warum. Nicht alle Probleme sind offensichtlich. Schade, dabei könnte doch alles viel einfacher sein.Die Glückliche.
…
Sie war ein freundliches Mädchen.
So viel stand fest. Jeder mochte sie und sie schien jeden zu mögen.
Ihren Vater, ihre Mutter. Ihre Schwester, obwohl diese eigentlich das komplette Gegenteil von ihr war.
Sie mochte den verbitterten, alten Mann von neben an, und er mochte sie, tief in seinem alten Herzen, genau so.
Sie mochte die Verkäuferin im Supermarkt, obwohl sie ständig über alle herzog. Sie mochte den Blumenverkäufer, der Blumen hasste und den Grundschullehrer, der Kinder überhaupt nicht leiden konnte.
Sie war ein nettes Mädchen.
Das war klar. Falls sie jemanden nicht mochte, tat sie einfach so. Sie hatte ein freundliches Wort für Jedermann übrig und hielt sich zurück, wenn sie merkte, dass sie nervte.
Sie sah süß aus.
Das sah jeder. Mit ihren großen rehbraunen Augen, dem süßen Kurzhaarschnitt, den knielangen Kleidern und den Ballerinas mit Schleifchen sah sie eher wie aus einem alten Märchenbuch aus und wirkte manchmal etwas fehl am Platz, in dieser überfüllten Welt.
Sie hatte natürlich auch ihre Schwächen. Oft wusste sie nicht, wann genug war, mit dem Nettsein und dem Mögen. Und mit sonderlich viel Intelligenz ausgestattet war sie auch nicht.
Aber was machte das schon? Es war nichts, das einen ernsthaft stören würde.
Dafür war sie vielseitig.
Sie mochte es zu töpfern, zu nähen, zu basteln. Sie mochte es, zu kochen und Sauberkeit mochte sie auch. Sie mochte Kaffee und Kuchen und Musik.
Sie mochte Männer, Frauen, Kinder, Tiere…
Sie mochte das Leben und das Leben mochte sie.
Warum saß sie dann manchmal trotzdem auf der kleinen, süßen Couch in dem kleinen, sauberen Zimmer und war nicht glücklich? Warum hatte sie trotz eines ereignisreichen und erfüllten Tages voller guten Taten das Gefühl es
fehlte etwas?
Warum fiel ihr niemand ein, den sie liebte?
...
Nr. o2- Love