Okay. Ich sage schon mal zu gleich, dass ich weniger begabt bin menschliche Gefühle, vorallem positive, auszudrücken. (xD) Trotzdem wollte ich mich an einer kleinen Liebesgeschichte beteiligen xD n ja...was heißt beteiligen, ist schon von mir, aber...jo...
Kurz zum Titel. Der wird sich erst erklären, wenn es ic herauskristalisiert hat wer sich veliebt hat und was das ERROR mit dem GlücksgefühlLiebe zu tun hat

Ich wünsche viel spaß beim Lesen.
Disku:
http://www.weg-des-stifts.de/smf/der-diskussionthread/error-384/[Prolog]
Es war sieben Uhr, wie immer war er früher in der Schule, als er es eigentlich musste. Die kalte Luft strömte in die kläglich beheizte Aula und verteilte sich so schnell, dass Taylor nichts davon spürte. Schnell warf er seine Zigarette nach hinten in den Schnee und hörte noch das Zischen, als diese ausging.
„Neue Schule, hm?“, er sah sich erst im Eingang um und schritt dann vorsichtig in die Aula. Er war nicht der ängstliche Typ, doch er bedachte seine Schritte, in eine neue Umgebung, sehr gründlich. Der Schal an seinem Hals drückte und so entschied Taylor nicht nur nutzlos daran rumzuziehen, sondern sich das Stück Stoff vom Hals zu nehmen und in die Tasche zu stopfen.
Es ist noch so ruhig hier, herrlich…
Seine Gedanken schweiften für einen kurzen Moment sehr weit ab. Denn der Geruch von Putzmittel erweckte eigenartige Erinnerungen.
Schließlich kam er wieder zurück und blickte sich nach den Toiletten um.
Ein Mal am Morgen kann man als Junge doch in den Spiegel schauen…
Seufzend schob er die schwere Tür auf und blickte über die rotbraunen Kacheln auf dem Boden, bevor er sich dem Waschbecken zuwandte und das Wasser laufen ließ. Taylor schloss die Augen.
Er brauchte einen Moment, um sich zu vergewissern wo er war und um sich den Weg hierher einzuprägen, so wie die ganze übrige Umgebung. Erst als er befreit aufatmen konnte, blickte er in die Augen seines Spiegelbildes. Ein erst überraschter Blick über seinen Zustand, der ihn dann auflachen ließ, huschte über sein sonst so ernstes Gesicht. Es gab keinen Grund für ihn über sich zu lachen, außer dass er dank gestern schrecklich aussah. Seine Haare, die ihm über seine Schulterblätter reichten, waren total zerzaust und sein schlafloser Blick suchte nach Anhaltspunkten im leeren Blick des Spiegelbildes.
Ich seh´ mal richtig abgefuckt aus…
Seine Gedanken ließen ihn auf lächeln, bevor er mit ernstem, wie gemeißeltem, Gesichtsausdruck in die nun etwas gefüllte Aula lief.
Das heitere Gelächter von Grundschulkindern erweckte die müden Stimmen der Älteren.
Taylor mochte es hier, obwohl das erst der Anfang war.
Die Sonnenstrahlen trafen auf sein Fenster und färbten seine Augen grünlich, seine Haare blitzten in einem gräulichen Schein. Auf dem Foto, was er nun sah, erkannte er sich nicht wieder.
„Ist das gut so?“, fragte die Lehrerin, sie war anscheinend neu, denn ihre Stimme klang so unruhig undzweifelnd, dann wandte sie sich an den nächsten, um ein Foto von dessen Gesicht zu machen.
Es schien, dass alle Lehrer diese Fotos machen wollen, nur um sich Namen merken zu können. Taylor war das egal, aber die Mädchen vor ihm machten sich schon mal fertig, blickten zig-fach in den Handspiegel und fuhren sich tausendmal durch die Haare, bevor sie mit einem aufgesetzten Lächeln in die Linse blickten. Für einen Jungen sah das lächerlich aus. Für Taylor war dieses Verhalten mehr als lächerlich. Er empfand es als nicht nötig, sich in Ordnung zu bringen. Und doch schien er immer wieder aufs Neue einigen Mädchen zu gefallen. Meistens rannten diese dann in einem großen Sprechchor durch die Gänge und kreischten, sobald er mit einem müden Blick vorbei pirschte.
So war das in der letzten Schule abgelaufen. Taylor hatte es satt gehabt und als hätten seine Eltern das erhört, sind sie umgezogen. Der wirkliche Grund war jedoch, dass seine Eltern hier Arbeit gefunden haben.
„Entschuldigung!“, warf eine außer Atem gebrachte Stimme ein, die Tür knallte noch gegen den Stopper und fiel zurück. Taylor blickte auf und musterte das herein gestolperte Mädchen. Sie hatte lange braune Haare, das mit goldenen Strähnen versetzt war, eine schleifenartige Spange glitzerte in den mit zu viel Haarspraybesprühten Haaren. Ihr huschender blick stolperte über Taylor, sonst war ihr Platz anscheinend immer frei. Diesmal hatte sich jemand dahin gesetzt, den sie noch nie auf der Schule gesehen hatte. Zu ihrem Glück gab es noch einen anderen freien Platz.
„Setz dich…“, meinte die Lehrerin zögernd und ermahnte die Brünette.
„Beim nächsten Mal trage ich ein. Dein Name ist?“
Das Mädchen blickte auf, als sie gerade eben ihre Tasche hinstellte. Was sie nicht bemerkte war, dass der Stuhl ihr weggezogen wurde, so dass sie auf den nackten Boden fallen würde, wenn sie sich setzen wollte. Taylor wandte sich mit der Brust zu ihr, mit der linken stützte er seinen Kopf und schaffte es auch so den Oberkörper, der auf dem Tisch lag, gerade zu halten. Er musterte ihren Gesichtsausdruck. Sie erschien total durcheinander, doch dann lächelte sie, legte die Hände auf den Tisch und wollte sich gerade setzen, während sie ihren Namen aussprach: „Jessica Hillbu-!“,
Ihre Stimme wurde plötzlich total piepsig und der dumpfe Aufprall auf dem Boden betonte nur noch den Fall. Die Klasse lachte und das Gesicht der Mitschülerin wurde rot. Taylor erkannte den Scham, den das Mädchen fühlte, legte jedoch nur seinen rechten Arm auf den Tisch und wandte sich der Tafel. Die Lehrerin sah ihn entsetzt an.
Was denn?! Sollte ich etwa gleich am ersten Tag den Guten spielen?!
Taylor schloss kurz die Augen und legte dann den Kopf in seine Hände, um ihn oben zu halten.
Währenddessen versuchte Jessica hoch zu kommen, sie ergriff die Tischkante mit der Linken und zog den Stuhl mit der Rechten heran.
Der Geruch von Haarspray füllte Taylors Nase und er schnaubte kurz, doch der Geruch verschwand nicht. Die Lehrerin schrieb in großen Buchstaben das neue Thema an die Tafel, das Rascheln der Hefte tauchte auf und das Schreiben fing mit einem Stöhnen an.