Autor Thema: Lola  (Gelesen 327 mal)

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Offline Bonnie

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Lola
« am: Mai 09, 2010, 10:13:10 Vormittag »
http://www.weg-des-stifts.de/smf/der-diskussionthread/lola-(leseprobe)/

Generell liebe ich Katzengeschichten und hatte auch schon vor langer Zeit den Wunsch, mal eine selbst zu schreiben. Da ich aber zur Zeit in einer Schreibblockade stecke oder mir manchmal einfach nur die Zeit fehlt, kann das erste Kapitel durchaus nicht so gelungen sein, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber ich poste es trotzdem.  :D

Kurzbeschreibung: Diesmal entwerfe ich keinen Klappentext, sondern beschreibe meine Idee in einfachen und klaren Worten: Tina, eine vollkommen gewöhnliche 17-Jährige, findet auf der Straße ein Kätzchen. Dieses bringt sie dann mit nach Hause, was ihre Mutter in einen Schockzustand versetzt - denn Tina ist alles andere als zuverlässig und ordentlich. Allerdings versucht sie mit allen Mitteln, ihre Mutter vom Gegenteil zu überzeugen, und somit wird sie sich um das Kleine kümmern. Allerdings ahnt Tina noch nicht, dass so ein Kätzchen viel Arbeit bedeutet, und bittet dann ihren besten Freund Lukas um Hilfe. Als das Kätzchen heranwächst, muss Tina ihr Versprechen einhalten, für das Kätzchen ein neues Zuhause zu finden, und stößt dabei auf den süßen Erik, für den sie schon eine ganze Weile schwärmt ...
In diesem Buch geht es hauptsächlich um Verantwortung und Erziehung und natürlich auch um Freundschaft, Zuverlässigkeit und Liebe.
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»Was ist das?!?«
Mama schaut mich schockiert an. Natürlich ist sie ein wenig … na ja … überrascht. Aber sie könne sich ja auch mal ein bisschen freuen, dass ich solch eine gute Tat vollbracht habe: Ich habe ein Kätzchen auf der Straße gefunden.
»Es ist eine Katze. Nein, ein Kätzchen. So ein Tier halt.«
»Ich weiß, was das ist!«
»Warum fragst du dann?«
»Wie konntest du dieses Tier mit nach Hause bringen?!?«
»Indem ich es auf der Straße gefunden, es mir genommen und mit nach Hause geschleppt habe.«
»Ich weiß, dass du es nicht mit einem Helikopter bis hierher transportiert hast!«
»Warum fragst du dann?«
»Weißt du eigentlich, welch eine große Verantwortung dieses Kätzchen mit sich tragen wird?!?«
»Ja, eigentlich schon. Man muss es füttern, sich um das Kleine kümmern und aufpassen, dass es nichts Falsches frisst.«
»Das meine ich nicht!«
»Warum fragst du dann?«
»Tina, du kannst dich nicht einmal um dein eigenes Zimmer kümmern!«
»Warum muss ich mich denn um mein Zimmer kümmern? Lebt es, oder was?«
»Ich bringe es sofort ins Tierheim!«
»Nein!«
Ich nehme mir das Kätzchen und setze es auf dem Boden ab. Zum Glück kann das laufen und rennt vor meiner Mama weg. Oder es rennt zur Schüssel Milch hin, die ich vor Kurzem dort hingestellt habe.
»Es kann nicht bei uns bleiben, Tina! Das musst du doch auch verstehen!«
»Ich muss gar nichts verstehen! Und ich kann mich prima um das Kleine kümmern!«
»Ja, klar, wie um dein Zimmer.«
»Mein Zimmer braucht kein Essen!«
»Aber es muss auch mal aufgeräumt werden!«
»Das kann ich doch später machen!«
»Tina, nein, das geht so nicht! Ich muss das Kätzchen ins Tierheim bringen.«
»Musst du gar nicht! Du willst es nur, weil du keine Tiere magst!«
»Ich mag sehr wohl Tiere!«
»Natürlich! Deswegen möchtest du doch auch das arme, kleine Ding ins Tierheim bringen!«
»Tina …«
»Du weißt ja gar nicht, was man mit diesem kleinen Geschöpf dort alles machen wird!«
»Tina …«
»Das Kleine braucht Schutz, Pflege und Liebe und kein Heim, wo tausende von Tieren abgeliefert werden, weil man sich um die schlecht gekümmert hat!«
»Tina!«
»Nein, lass mich ausreden! Ich habe es mutterseelenallein auf der Straße gefunden und finde, dass wir es behalten sollten. Wenn es dann wieder auf die Beine kommt, können wir ja einen netten Menschen finden, der dann das Kätzchen nehmen wird!«
»Du denkst doch aber auch nur an dich selbst!«
»Gar nicht wahr! Du denkst doch nur an dich selbst, weil du genau weißt, dass das Kätzchen viel Arbeit einnehmen wird, und du willst diese Arbeit nicht haben! Aber ich werde mich um das Tier kümmern! Ich werde es füttern, es pflegen und mit ihm spielen!«
Meine Mutter wird still. Ihre Fäuste sind nicht mehr zu einem Ballen geformt, was heißt, dass sie sich nun endlich beruhigt hat.
»Na schön! Wir behalten es. Aber wenn du dich schlecht um das Kleine kümmern wirst, geben wir es ab!«
Ich lächele. »Einverstanden. Aber wenn ich in der Schule bin, kümmerst du dich dann darum?«
Sie seufzt. »Von mir aus …«
»Danke, danke, danke, danke, danke!«
Ich strahle, falle ihr um den Hals und sehe, wie das Kätzchen bereits die Schüssel leer gefressen hat und mich mit runden, großen Augen ansieht.
« Letzte Änderung: Mai 09, 2010, 10:26:45 Vormittag von Bonnie »
»Du stehst auf der Liste der Dinge, die ich am meisten liebe - direkt hinter Schokolade.« Mary Englund Murphy

 

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