Und zwar soll das alles ein kleines Bisschen im Stile von Das schwarze Auge (DSA) ablaufen.
Mit anderen Worten werde ich die Rolle des Spielleiters (Meisters, wie auch immer man das jetzt nennen möchte) ein wenig mehr nach DSA auslegen.
Das heißt, dass der Spielleiter quasi Gott der Welt ist und jegliches Geschehen beeinflussen kann und wird. Auch das, der Spieler-Charaktere.
Mit anderen Worten traut der bzw. trauen die Spielleiter einem Charakter eine gewisse Handlung nicht zu, können sie diese als fehlgeschlagen ansehen.
Das heißt der schwache Adelsjunge, der immer nur verwöhnt wurde, schafft es nicht zum sicheren Felsvorsprung in fünf Meter Entfernung und wird, leider Gottes,
auf nimmer Wiedersehen in den Tiefen des Abgrunds verschwinden.
Sollte dieses RPG also zustande kommen, müsste eine jede Handlung auch gut überlegt sein und vor Allem muss sie überzeugend sein. Sonst lässt die Spielleitung den Charakter sterben.
Natürlich gibts auch das Gegenteil. Gerade in der Anfangsphase, wo man noch nicht so viel über die Charaktere weiß,
wird die Spielleitung das ein oder andere Mal "göttliche Hilfe" senden, die der Spielergruppe dann eine Möglichkeit gibt eine aussichtslose Situation zu überstehen.
Später ist das natürlich auch nicht ausgeschlossen. Kommt also ganz drauf an wie ihr die Aufgaben und Abenteuer der Spielleitung löst.
(Und ich kann euch jetzt schon sagen, dass ein heimlicher Meuchelmörder, der unter der Gruppe sein Unwesen treibt schnell vom Blitz erschlagen oder von den anderen gefasst wird.
Zumindest mit mir als Spielleiter.)
Spielen wird das Ganze, wie auch DSA, in einer fiktiven Fantasywelt, die sich irgendwo am Mittelalter orientiert. Also keine Atombomben, dafür aber Magie.
Doch sei euch gleich gesagt, dass meiner Einschätzung nach Magie bei Spielercharakteren immer so ein schwieriges Ding ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie schnell sehr übermächtig werden kann. Deswegen werde ich mir noch ein paar Limitationen für die Spieler ausdenken, ähnlich wie bei "Die Legende von Norlang".
Aber seid gewarnt. Die Bösen werden immer irgendwie einen Weg finden Macht zu erlangen. Auch wenn es ihnen auf verbotenem Wege gelingt.
Um die Charaktere schon von Anfang an zusammen zu haben, dachte ich mir ein Gildensystem einzuführen.
Es wird verschiedene dieser Gilden geben, die dann für Geld verschiedene, meist gefährliche und mit Kämpfen verbundene Aufgaben übernehmen.
Es gilt also quasi die Vorraussetzung, dass die Charaktere einer Gilde angehören und dass sie zufällig auch den selben Job angenommen haben.
Sprich, dass sie sich bei der Arbeit unweigerlich begegnen werden.
Das wäre zumindest das Einfachste. Damit wären auch zukünftige Abenteuer bzw. Begegnungen gesichert und es gäbe auch ein Konkurenzverhalten zwischen den einzelnen Spielern.
Eine Außnahme würde ich auch noch zulassen. Und zwar, dass ein Charakter keiner Gilde angehört, aber ein persönliches Interesse an der Erfüllung des ersten Jobs hat und dadurch den anderen Gildenspielern begegnet.
Dann würde ich aber auch vorraussetzen, dass dieser Charakter sich nachher der Gruppe (einer der Gruppen) anschließt und mit zu der Gilde geht.
Dies wieder um alle beisammen zu haben. Denn ich plane nicht einen übergreifenden "Langzeitplot" zu planen, sondern verlege mich auf einzelne, kleine in sich abgeschlossenen,
aber vielleicht in Zusammenhang stehende Abenteuer (Gildenaufträge), mit denen sich die Spielern dann rumschlagen können, oder auch nicht.
Denn die Aufträge (außer der erste) werden nach Schwierigkeitsgraden unterteilt. Den untersten Grad kann ein Abenteurer noch alleine bewältigen.
Natürlich vorrausgesetzt, dass er auch gut ausgerüstet ist. Leicht wirds trotzdem nicht werden.
Und ab dem zweiten Grad wirds dann für einen alleine wirklich sehr schwer. Wie viele Grade es geben wird, muss ich mir noch genau überlegen.
Hier nehme ich auch noch gerne Vorschläge entgegen.
So nun kommt aber die Schattenseite... Das ist nen Haufen Arbeit. Zumindest für den Spielleiter.
Das Übliche von wegen Spielwelt ausdenken, Kulturen szenieren etc. jetzt mal außenvorgenommen,
stellen diese Gildenaufträge die Kreativität des Spielleiters auf eine nette kleine Probe. Zumindest, wenn das Spiel nachher weiter fortgeschritten ist.
Das aber viel größere Problem ist die Charaktere "unter Kontrolle" zu halten. Der Spielleiter kann nicht 24/7 online sein und jeden Post direkt nach dem Tippen checken und möglicherweise korrigieren bzw. den Fehlschlag dazwischen schieben. Sollte also eine Aktion, die eigentlich nicht möglich gewesen wäre,
für den Spielleiter unentdeckt bleiben und die anderen Spieler posten, ich sag jetzt mal eine Seite, ab dieser Handlung,
so kann der Spielleiter unmöglich alle Posts dieser Seite löschen, weil diese auf etwas aufbauen, dass er nicht zugelassen hätte.
Und deswegen versuch ich daraus zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, sodass auch die Leute, die weniger aktiv im Forum sind mit gutem Gewissem bei diesem RPG teilnehmen können.
Und zwar habe ich mir gedacht, dass man die Zahl der Posts pro Charakter auf zwei pro Tag beschränkt.
So können auch die "inaktiveren" mitmachen (falls sie es denn wollen) und die Spielleitung hat eindeutig leichteres Spiel.
So was war nach dem Roman noch einmal die Idee dahinter?
Ein anspruchvolleres und interessantes RPG zu veranstalten, bei dem ein Scheitern auch nicht ausgeschlossen ist.
Es können Charaktere sterben. Und sie werden mit Sicherheit (!) auch in einem heftigen Kampf verwundet werden.
Und sie werden sich sicherlich auch einmal Krankheiten einfangen, stürzen und sich den Knöchel verstauchen, oder in einen Hinterhalt von Räubern geraten.
Oder plötzlich eine lästige Verehrerin am Hals haben. ;-)
Und was möchte ich nun von euch? Also ersteinmal möchte ich wissen, ob daran überhaupt ein Interesse besteht. Und dann ob ihr Verbesserungsvorschläge habt,
oder ob das eurer Ansicht nach schon zum Scheitern verurteilt ist.
Und schließlich, ob jemand Lust hätte sich die Spielleiterposition mit mir zu teilen. Geteilte Arbeit ist halbe Arbeit. ^^
Das würde sich besonders darauf beziehen sich um die Gildenaufträge zu kümmern. So, dass jeder mal eins startet und es dann aber beide betreuen.
Und natürlich ist es dem Spielleiter auch nicht vorenthalten bei dem RPG selbst einen Charakter zu spielen.
Doch das muss er dann selbst entscheiden. Immerhin lenkt die Spielleitung ja auch alle Bösewichte. ;-)