Autor Thema: Abendliches Sammelsorium unangekündigter Ideen  (Gelesen 105 mal)

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Abendliches Sammelsorium unangekündigter Ideen
« am: Oktober 08, 2011, 11:31:45 Nachmittag »
Ja ich weiß, es ist ein wunderbarer Titel :p. Der jedoch kam nur Zustande, da das Ganze noch keinen Titel hat. Der vorherrschende ist, glaube ich, selbsterklärend.
Also sagt mir einfach eure ehrliche Meinung.
Liebe Grüße, Saga :)

http://www.weg-des-stifts.de/smf/der-diskussionthread/abendliches-sammelsorium-unangekundigter-ideen-682/
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Louna wusste nicht, wo sie sich befand, als sie die Augen müde aufschlug. Im ersten Moment konnte sie ebenso wenig erkennen, was sich um sie herum befand. Mit schwerfälligen Gliedern wuchtete sie sich mühsam in eine sitzende Position, doch auch dieses Unterfangen erwies sich als schwer, da sich in ihrem Kopf mit einem Mal ein rasender Schmerz ausbreitete. Automatisch wanderte ihre Hand zu ihrer Stirn hinauf, wo ihre Fingerspitzen sogleich eine raue Kruste ausmachten. Ein Schreck fuhr durch ihre Glieder, als sie genau in diesem Moment bemerkte, dass außer ihr noch jemand in dem stockdusteren Raum war. Louna konnte ihn weder sehen, noch hören, doch sie spürte seine Anwesenheit ganz deutlich!
Irgendwo, wahrscheinlich in einer der schattigsten Ecken, hielt diese Person sich versteckt und beobachtete sie. Was sollte sie tun? Sollte sie nach der Person rufen? Aber was würde dann geschehen? Würde sie niedergeschlagen werden, damit sie nicht um Hilfe schreien konnte? Aber dann wäre es doch besser, sie verhielte sich gleich ruhig…
Tausend Gedanken schossen dem Mädchen durch den Kopf und augenblicklich machte sie sich in der Mitte des Raumes so klein wie möglich. Sie wusste nicht, wie oder warum sie hierhergekommen war, sie spürte nur instinktiv, dass sie es nicht sein sollte. Sie kam sich vor, wie ein Verdächtiger in einem Mordfall – zur falschen Zeit am falschen Ort.
Als sie schützend ihre Arme um ihre Beine legte, merkte sie, dass sie am ganzen Körper zitterte.
‚Was mache ich hier? Und wieso?‘ Aber natürlich konnte sie sich keine Antwort auf ihre Fragen geben – wie auch? Gerade, als ihre Panik sich auf dem Weg zum Höhepunkt befand, schepperte es in der rechten Ecke hinter ihr!
Mit einem Aufschrei wandte sie ihren Kopf in die Richtung des Geräusches und verrenkte sich dabei schmerzhaft den Nacken, da sie sich zu ruckartig bewegt hatte. Der Schmerz pochte nun nicht nur in ihrem Kopf, sondern reichte über den Nacken auch noch ihren kompletten Rücken hinunter.
„Wer ist da?“, konnte sie die Frage nun nicht länger unterdrücken. Aber, wie in jedem klischeehaften Krimifilm, erhielt das Mädchen keine Antwort. Das Scheppern wiederholte sich bloß rhythmisch und in immer kürzeren Abständen. Es klang, als würde jemand eine leere Blechdose über den Boden kicken. Erneut schossen Louna tausend Fragen blitzartig durch den Kopf. Sollte sie versuchen sich aufzurichten und in die entgegengesetzte Richtung zu fliehen? Oder entging sie größeren Konsequenzen vielleicht gerade dadurch, dass sie sich ruhig verhielt und wartete, bis sie die Situation einschätzen konnte? Denn genau das war ihr Problem. Sie wusste nicht, wer sich mit ihr in diesem Raum befand. Sie wusste nicht wo sie sich befand und warum sie dort war. Und vor allem wusste sie nicht abzumessen, welche Sanktionen welche ihrer Handlungen nach sich ziehen würden!
Was, wenn sie nun versuchen würde zu fliehen und der Unbekannte würde sie niederstrecken? Was jedoch, wenn sie einfach sitzen blieb und dies viel schlimmere Folgen nach sich ziehen würde?
Das Scheppern war mittlerweile verstummt und es war keine einzige Regung mehr wahrzunehmen. Bloß die schreiende Stille drohte Louna die Luft abzuschnüren.
„Wer sind Sie und was wollen Sie von mir?“, brachte sie mit hoher, brüchiger Stimme hervor. Ein mächtiger Kloß bildete sich in ihrem Hals und die Tränen brannten ihr mit einem Mal in den Augen.
‚Nein, Louna. Jetzt bloß nicht anfangen zu weinen. Das macht alles bloß noch schlimmer‘
Also holte sie einmal tief Luft, um ihren Hals von der Last zu befreien. Dabei stieg ihr ein schwerer Duft von einem Männerdeo in die Nase, das sie von irgendwoher kannte. Sie konnte den Geruch bloß nicht zuordnen.
„Louna.“, hauchte eine raue Stimme in ihr Ohr und ein kalter Schauer lief dem Mädchen den Rücken hinunter. In hektischen, panischen Stößen verließ der Atem ihre Lungen, während sie den, des Unbekannten in ihrem Nacken und an ihrer Wange ganz deutlich spüren konnte.
Das technische Knistern, welches im Hintergrund zu vernehmen war, bereitete Louna ebenso viel Sorge wie all die anderen, offenen Fragen. Kaum beraubte man den Menschen eines Sinnes, war auf alle anderen kaum noch Verlass.
Voller Angst verkrampften sich ihre Muskeln und sie konnte sich kaum auf den Beinen halten, als der Unbekannte sie mit einer einzigen, fließenden Bewegung auf die Füße zerrte. Instinktiv streckte sie die Hände zu beiden Seiten ihres Körpers aus, doch das hätte sie nicht tun brauchen, denn der Mensch, der ihr am meisten Angst einflößte, stand ihr genau in diesem Moment am nächsten. Sie spürte, wie seine Hände langsam ihre Arme entlang glitten, bis seine Hände ihre berührten und er sie in festem Griff hielt. Das war der Moment, in dem Louna die aufgestauten Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. Sie brachen einfach aus ihr hervor, als wären Staudämme eingestürzt und mit Sicherheit wäre sie zurück zu Boden gesunken, hätte er sie nicht aufrecht gehalten.
„Nun sagen Sie schon, was wollen Sie von mir?“, schluchzte das Mädchen und wagte sich dabei nicht, die kleinste Bewegung zu machen. Zu geschockt war sie von dem, was sie erlebte und zu sehr lähmte sie die Angst, die ihr Herz mit eiskalter Hand umklammerte. Ein hämisches Lachen drang an ihren Ohren und erneut wurde Louna von einer unangenehmen Gänsehaut heimgesucht. Es schien, als würde der Unbekannte dieses Lachen zu unterdrücken suchen. Doch es entstammte so wahrhaftig seinem Herzen, dass es sich doch einen Weg in die Außenwelt bahnte.
Während seine rechte, schwielige Hand ihre weiterhin fest umklammerte, wanderte die andere unter ihr Kinn und überdehnte ihren Kopf nach hinten. Ihre Köpfe waren sich nun so nah, dass Louna die Lippen des Mannes an ihrem Ohr spürte, während er sprach.
„Ich will nur Rache. Nichts weiter, als eine kleine, süße, wohltuende Rache.“ Dann folgte wieder ein Lachen.
Doch Louna schoss in diesem Moment bloß eines durch den Kopf: Wer könnte Rache an ihr nehmen wollen? An einer neunzehnjährigen Schülerin, die kurz vor ihrem Abitur stand und mit niemandem offensichtliche Probleme austrug? 
« Letzte Änderung: Oktober 08, 2011, 11:39:52 Nachmittag von Saga »
Man merkt erst, wie wertvoll etwas ist, wenn man es nicht mehr besitzt.

Offline Saga

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Re: Abendliches Sammelsorium unangekündigter Ideen
« Antwort #1 am: Dezember 06, 2011, 05:58:56 Nachmittag »
Sooo ich habe das Stück noch einmal überarbeitet. Vielleicht gefällt es jetzt besser. :)

Prolog
Louna wusste nicht, wo sie sich befand, als sie die Augen müde aufschlug. Im ersten Moment konnte sie ebenso wenig erkennen, was sich um sie herum befand. Mit schwerfälligen Gliedern wuchtete sie sich mühsam in eine sitzende Position, doch auch dieses Unterfangen erwies sich als schwer, da sich in ihrem Kopf mit einem Mal ein rasender Schmerz ausbreitete. Automatisch wanderte ihre Hand zu ihrer Stirn hinauf, wo ihre Fingerspitzen sogleich eine raue Kruste ausmachten. Ein Schreck fuhr durch ihre Glieder, als sie genau in diesem Moment bemerkte, dass außer ihr noch jemand in dem stockdusteren Raum war. Louna konnte ihn weder sehen, noch hören, doch sie spürte seine Anwesenheit ganz deutlich!
Irgendwo, wahrscheinlich in einer der schattigsten Ecken, hielt diese Person sich versteckt und beobachtete sie. Sie konnte überall und nirgends sein, was Louna die Panik in die Glieder trieb.
Was sollte sie tun? Sollte sie nach der Person rufen? Aber was würde dann geschehen? Würde sie niedergeschlagen werden, damit sie nicht um Hilfe schreien konnte? Aber dann wäre es doch besser, sie verhielte sich gleich ruhig…
Tausend Gedanken schossen dem Mädchen durch den Kopf und augenblicklich machte sie sich in der Mitte des Raumes so klein wie möglich. Sie wusste nicht, wie oder warum sie hierhergekommen war, spürte nur instinktiv, dass sie es nicht sein sollte. Sie kam sich vor, wie ein Verdächtiger in einem Mordfall – zur falschen Zeit am falschen Ort.
Als sie schützend ihre Arme um ihre Beine legte, merkte sie, dass sie am ganzen Körper zitterte.
‚Was mache ich hier? Und wieso?‘ Aber natürlich konnte sie sich keine Antwort auf ihre Fragen geben – wie auch? Gerade, als ihre Panik sich auf dem Weg zum Höhepunkt befand, schepperte es in der rechten Ecke hinter ihr!
Mit einem Aufschrei wandte sie ihren Kopf in die Richtung des Geräusches und verrenkte sich dabei schmerzhaft den Nacken, da sie sich zu ruckartig bewegt hatte. Der Schmerz pochte nun nicht nur in ihrem Kopf, sondern reichte über den Nacken auch noch ihren kompletten Rücken hinunter.
„Wer ist da?“, konnte sie die Frage nun nicht länger unterdrücken. Doch bis auf ein verärgertes Schnauben erhielt sie keine Antwort. Das Scheppern wiederholte sich bloß rhythmisch und in immer kürzeren Abständen. Es klang, als würde jemand eine leere Blechdose über den Boden kicken. Erneut schossen Louna tausend Fragen blitzartig durch den Kopf. Sollte sie versuchen sich aufzurichten und in die entgegengesetzte Richtung zu fliehen? Oder entging sie größeren Konsequenzen vielleicht gerade dadurch, dass sie sich ruhig verhielt und wartete, bis sie die Situation einschätzen konnte?
Was, wenn sie nun versuchen würde zu fliehen und der Unbekannte würde sie niederstrecken? Was jedoch, wenn sie einfach sitzen blieb und dies viel schlimmere Folgen nach sich ziehen würde?
Das Scheppern war mittlerweile verstummt und es war keine einzige Regung mehr wahrzunehmen. Bloß die schreiende Stille drohte Louna die Luft abzuschnüren.
„Wer sind Sie und was wollen Sie von mir?“, brachte sie mit hoher, brüchiger Stimme hervor. Ein mächtiger Kloß bildete sich in ihrem Hals und die Tränen brannten ihr mit einem Mal in den Augen.
‚Nein, Louna. Jetzt bloß nicht anfangen zu weinen. Das macht alles bloß noch schlimmer‘ Also holte sie einmal tief Luft, um ihren Hals von der Last zu befreien. Dabei stieg ihr ein schwerer Duft von einem Männerdeo in die Nase, das sie von irgendwoher kannte. Sie konnte den Geruch bloß nicht zuordnen.
„Louna.“, hauchte eine raue Stimme in ihr Ohr und ein kalter Schauer lief dem Mädchen den Rücken hinunter. In hektischen, panischen Stößen verließ der Atem ihre Lungen, während sie den, des Unbekannten in ihrem Nacken und an ihrer Wange ganz deutlich spüren konnte. Das technische Knistern, welches im Hintergrund zu vernehmen war, bereitete Louna ebenso viel Sorge wie all die anderen, offenen Fragen. Kaum beraubte man den Menschen eines Sinnes, war auf alle anderen kaum noch Verlass.
Voller Angst verkrampften sich ihre Muskeln und sie konnte sich kaum auf den Beinen halten, als der Unbekannte sie mit einer einzigen, fließenden Bewegung auf die Füße zerrte. Instinktiv streckte sie die Hände zu beiden Seiten ihre Körper aus, doch das hätte sie nicht tun brauchen, denn der Mensch, der ihr am meisten Angst einflößte, stand ihr genau in diesem Moment am nächsten. Sie spürte, wie seine Hände langsam ihre Arme entlang glitten, bis seine Hände ihre berührten und er sie in festem Griff hielt. Das war der Moment, in dem Louna die aufgestauten Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. Sie brachen einfach aus ihr hervor, als wären Staudämme eingestürzt und mit Sicherheit wäre sie zurück zu Boden gesunken, hätte er sie nicht aufrecht gehalten.
„Nun sagen Sie schon, was wollen Sie von mir?“, schluchzte das Mädchen und wagte sich dabei nicht, die kleinste Bewegung zu machen. Zu geschockt war sie von dem, was sie erlebte und zu sehr lähmte sie die Angst, die ihr Herz mit eiskalter Hand umklammerte. Ein hämisches Lachen drang an ihren Ohren und erneut wurde Louna von einer unangenehmen Gänsehaut heimgesucht. Es schien, als würde der Unbekannte dieses Lachen zu unterdrücken suchen. Doch es entstammte so wahrhaftig seinem Herzen, dass es sich doch einen Weg in die Außenwelt bahnte.
Während seine rechte, schwielige Hand ihre weiterhin fest umklammerte, wanderte die andere unter ihr Kinn und überdehnte ihren Kopf nach hinten. Ihre Köpfe waren sich nun so nah, dass Louna die Lippen des Mannes an ihrem Ohr spürte, während er sprach.
„Ich will nur Rache. Nichts weiter, als eine kleine, süße, wohltuende Rache.“ Dann folgte wieder ein Lachen.
Doch Louna schoss in diesem Moment bloß eines durch den Kopf: Wer könnte Rache an ihr nehmen wollen?
Und urplötzlich brach alles auf einmal los! Louna entfuhr ein schriller Angstschrei, das technische Knistern erhöhte sich zu einem ohrenbetäubenden Pfeifen und mit einem Mal wurde es gleißend hell um sie herum. Bildete sie sich das bloß ein, oder waren die Schatten um sie herum tatsächlich morbide Foltergerätschaften?
Man merkt erst, wie wertvoll etwas ist, wenn man es nicht mehr besitzt.

 

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